Arbeiten im GeländeNach dem Testlauf vom 23.1.2010 bereiteten wir uns auf den Versuch vor, wiederum auf einer Skitour in den Schweizer Alpen (genauer Voralpen) die Einzelbilder für das grösste Bild der Welt zu erstellen. Am 13.3.2010 schien für dieses Unterfangen der geeignete Tag zu sein. Lawinenbulletin und Wetterbericht stimmten uns zuversichtlich. Vor Tagesanbruch starteten wir bei Trüschhübel (ca. 1145m) im Eriz den Aufstieg auf den Gipfel der Sieben Hengste (1955m, Berner Voralpen, Schweiz). Der Aufstieg erwies sich als anstrengender als erwartet. Der Grund war wohl unsere Tagesform, welche an diesem Tag nicht besonders gut war. Entschädigt wurden wir jedoch durch die einzigartige Landschaft, durch welche unsere Aufstiegsroute führte. Angetrieben wurden wir natürlich durch das Ziel dieser Skitour: Die Aufnahme der Rohdaten für ein möglichst grosses Panoramabild.
Nach rund 2:45 Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel der Sieben Hengste (1955m.ü.M., Berner Voralpen, Schweiz). Die Bedingungen sahen gut aus: Die Sicht war gut, praktisch windstill und die Temperaturen waren mit ein paar Grad unter Null auch noch erträglich. Einzig vor den Berner Alpen lag eine Dunstschicht, welche mich zur Eile antrieb. Ich befürchtete, dass sich die Dunstschicht bald auflösen und in Quellwolken umwandeln könnte.
Nach einer kurzen Pause baute ich deshalb das Stativ auf und begann mit der Aufnahme des Gigapixel-Panoramabildes. Sicherheitshalber erstellte ich erst die Bilderreihen vom Horizont an abwärts. So schaffte ich es, die Berner Alpen noch mit besagter Dunstschicht aber noch ohne störende Quellwolken zu fotografieren. Im zweiten Durchgang wurden dann die Bilderreihen über dem Horizont fotografiert. Insgesamt erstellte ich 20 Bilderreihen mit total über 2700 Einzelbildern. Das Vorgehen stellte sich als richtig heraus: Die Dunstschicht löste sich tatsächlich auf und schon bald bildeten sich vor den Berner Alpen kleine Quellwolken. Die Kamera wurde für jede Aufnahme manuell nachgeführt. Die manuelle Nachführung der Kamera erfordert eine hohe Konzentration, da bei zu grosser Drehung der Kamera zwischen der Aufnahme zweier Bilder Lücken im Panoramabild entstehen würden. Diese Konzentration nach einem mehrstündigen Aufstieg aufbringen zu können ist eine der Herausforderungen meiner Art der Panoramafotografie. Nach getaner Arbeit gönnten wir uns eine Gipfelrast. Anschliessend fuhren wir mit den Skis zurück ins Tal. Auf einem Berg zu stehen und mit der selber hochgetragenen Fotoausrüstung ein Panoramabild (egal ob klein oder gross) zu erstellen übt auf uns eine sehr grosse Faszination aus. |
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